Lesefluss und –genuss wurden gestört

Die Roboter auf der Flucht - Wolfgang Bellaire

„Die Roboter auf der Flucht“ von Wolfgang Bellaire ist der zweite Teil einer Kinder- und Jugendbuch-Reihe.

 

Es gibt gleich zwei größere Probleme. Patrick wird in der Schule erpresst und er kann sich nicht groß wehren. Er sucht Hilfe bei der Roboterfamilie Wobotniks. Doch ihnen sind böse Roboter-Detektive auf den Fersen.

 

Patrick ist ein 12-Jähriger Junge, der mit seiner Mutter alleine wohnt.  Sein Vater ist verstorben und die Mutter fast nur am Arbeiten. Deswegen ist es gut, dass er nicht nur in Jonathan Wobotnik einen Freund gefunden hat, sondern auch eine Familie.

 

Die Charaktere sind soweit gut durchdacht, auch die Roboter. Auch wenn sie einen Emotions-Chip haben, können sie sehr direkt sein und den Menschen mal vor den Kopf stoßen.

 

Roboter, die im Militär eingesetzt werden sollten, sind nichts Neues. Doch dass diese als Familie mitten unter uns leben und nichts Böses im Schilde führen, macht es interessant.

Im Prolog erfährt man ein paar Hintergründe,  aber es wird auch Spannung aufgebaut. Denn Die Familie aus mit Hilfe andere Roboter aufgespürt und vernichtet werden. Leider sind viele Firmen- und Produktnamen enthalten, die den Lesefluss stören, wie das wiederholte „boys“.

 

Durch die zwei Bedrohungen wird es eigentlich richtig spannend. Man fragt sich ob Patrick und die Wobotniks beide Probleme lösen können oder ob etwas auf der Strecke bleibt.

Doch ist die Handlung an sich nicht immer ganz sinnvoll und manchmal übertrieben. Näht ein Arzt wirklich die eine Wunde nach einem Hundebiss zu? Dies fragt an sich vielleicht als Leser nicht, doch wenn der Autor kurz danach diesen Fehler beleuchtet und beheben lässt schon.

Und was passiert, wenn ein Junge sämtliche Schmerztabletten schluckt, die er mit bekommen hat? Da müsste man doch eigentlich etwas merken.

 

So lässt sie die Geschichte, bis auf den Prolog, recht flüssig lesen. Die Zeichnungen zu jedem Kapitelanfang lockern das Ganze auf. Doch benutzt der Autor Wörter, wie Gebälk, die Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vielleicht nicht so geläufig sind.

 

Das Cover zeigt ein brennendes Zirkuszelt mit einem Roboter und einem Jungen. Dies passt super zum Inhalt. Das Buch an sich ist hochwertig verarbeitet und hat sogar ein eigenes Lesebändchen. Doch ist der Druck auf einigen Seiten etwas schief.

 

 

Durch den Klapptext und ein paar Infos vom Autor selbst, bin ich richtig neugierig auf dieses Buch und die Wobotniks gewesen. Die Verarbeitung des Buches hat mich positiv überrascht, doch der Inhalt konnte mich nicht überzeugen. Zwar kam ich gut in die Geschichte rein, ohne den ersten Teil zu kennen. Auch der Grundgedanke war richtig gut, doch war manches einfach aufgebauscht nur im Spannung auf zu bauen oder ergab für mich so keinen Sinn. Dies hat den Lesefluss und –genuss gestört.

 

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