etwas schwache Charaktere trotz schöner Story

Nebelring - Das Lied vom Oxean - Anna Moffey

„Nebelring – Das Lied vom Oxean“ von Anna Moffey ist der Start in eine Fantasy-Reihe.

 

Tag ein Tag aus kümmert sich Zoe um ihren kranken Vater. Er wurde durch Silbermagie vergiftet. Sie kennt ihn nur in diesem wirren und verletzten Zustand. Doch ihr 16. Geburtstag naht und eine gute Freundin lädt ganz besondere Freunde ein. Dies bringt einiges ins Rollen.

 

Zoe Craine ist 16. bzw. feiert ihren 16. Geburtstag. Sie kennt eigentlich nicht viel von der Welt nur das Sanatorium, in dem ihr Vater behandelt wird. Ihr Denken und Handeln wird durch die Krankheit ihres Vaters bestimmt. Sie möchte ein Heilmittel finden und ihren Vater gesund machen können.

 

Die Charaktere sind leider sehr schwach. Zoe kennt nur den Wunsch ihren Vater zu heilen. Sie Blick nicht nach vorne aus Angst. Auch im Verlauf der Handlung kann sie sich nicht entwickeln, denn sie wird zu Handlungen gezwungen. Sie denkt aber auch nicht drüber nach aktiv zu handeln.

Von den anderen Charakteren erfährt man nur das nötigste. Zwar sind sie im Widerstand und müssen sich geheim halten, aber als Leser  kann man sie nicht richtig einschätzen.

 

In dieser Fantasywelt gibt es neben der normalen Magie auch Silbermagie. Dazu wird Malwee, eine nebelartige Substanz geerntet. Doch Malwee ist gefährlich. Es macht krank. Doch das stört den Nebelring nicht. Denn sie leben von der Silbermagie, die man damit wirken kann.

Das Volk ist geteilter Meinung. Die einen freuen sich über den Fortschritt, die anderen wollen die Silbermagie vernichten.

 

An sich ist es eine interessante und spannende Ausgangssituation. Gesagt sei vielleicht noch, dass Zoes Vater früher eine Revolution geleitet hat, die allerdings gescheitert ist. Seitdem ist er krank.

Es ist eine komplexe Welt, die der Leser  langsam mit Zoe kennen lernt. Schade ist dabei allerdings nur, dass sie nicht viel hinterfragt. Sie interessiert nur die Heilung ihres Vaters.

Der Anfang zieht sich etwas. Doch mit der Zeit kommt etwas Fahrt auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Welt an sich fasziniert den Leser mit ihrer Magie und den Konflikten. Man fragt sich wer steckt wohinter, was wird wohl noch passieren?

Doch dadurch das Zoe sehr träge ist und nur durch die Handlung geschoben wird, ist man als Leser nicht so richtig dabei. Es wird nicht packend.

 

Das Cover zeigt ein Mädchen mit roten Haaren und einen Fuchs. Dies passt super gut zum Buch.

 

Natürlich war es wieder das Cover! Aber auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Die Idee des Buches finde ich auch richtig gut. Schade ist einfach, dass die Charaktere etwas zu schwach auf der Brust sind. Zoe wird einfach nur so mitgeschleift und hat nur ihren Vater im Kopf. Ein Stück kann ich sie verstehen, aber ein Schups in die Selbstständigkeit hätte ihr nicht geschadet.

 

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