der etwas andere Zeitreiseroman

Die magische Gondel - Eva Völler, Tina Dreher

„Zeitenzauber – Die magische Gondel“ von Eva Völler ist der erste Band der Zeitreisetrilogie Zeitenzauber.

Anna ist 17 Jahre alt und macht mit ihren Eltern Urlaub in Venedig. Wobei ihr Vater eigentlich an einer archäologischen Ausgrabung teilnimmt und wegen der Arbeit dort ist. Anna hört nur, dass sie dort einen Brief gefunden haben und dass niemand weiß ob er wirklich echt ist. Doch der Rest interessiert sie nicht. Bei einem Ausflug mit einer Gondel verschwindet Anna in die Vergangenheit und muss dort eine Aufgabe erfüllen.

Anna interessiert die Arbeit ihres Vaters nicht. Sie schreibt lieber mit ihrer Freundin und gibt ihr Beziehungstipps. Sie macht genau, dass was sie möchte und nicht zwangsweise was von ihr verlangt wurde. Das kommt ihr auch in der Vergangenheit zu Gute, wobei es sie auch oft genug in Schwierigkeiten gerät deswegen.

Dieser Zeitreiseroman hat seine Besonderheiten. Die Zeitreisenden können nur in die Vergangenheit reisen und dort nichts sagen, was ihre Zeitebene betrifft. Wörter wie Auto, BH etc. werden umgewandelt in Fuhrwerk und solche Begriffe, die es zur damaligen Zeit gab. Wenn ein Wort nicht „übersetzt“ werden kann, wird es weggelassen. Aber auch Sachverhalte können nicht ausgesprochen werden, denn sie könnten die Zeitachsen durcheinander bringen. Nur mit anderen Zeitreisen, kann man sich darüber unterhalten.  Dies geht nur, wenn sie aus der gleichen Epoche stammen und wenn keiner zuhört. Kommen sie aus verschiedenen Epochen. Kann nur der aus der älteren Epoche frei über alles reden.

Die Charaktere und auch die Kulissen sind gut gestaltet und ausgearbeitet. Die Charaktere haben eine Tiefe, die nach und nach ersichtlich wird. Bei manchen zeigt mit der Zeit das wahre Gesicht. Der Schauplatz, Venedig, wirkt echt und lebendig auf den Leser.

Die Spannung wird aufgebaut durch die Frage, ob Anna ihre Aufgabe schafft und somit wieder zurückkehren darf oder ob sie in der Zeit hängen bleibt, wenn sie scheitert. Auch die beginnende Beziehung zu Sebastiano trägt dazu bei.

 

Die Zeitreise konnte mit Aspekten glänzen, die ich nicht kannte. Somit war es für mich kein typischer Zeitreiseroman. Die Epoche ist für mich sehr gut nachempfunden worden und ich konnte mit Anna mit fiebern und Venedig erkunden. Das war schön zu lesen und es gibt von mir 4 von 5 Wölfen.