Packende Thriller der etwas anderen Art

Die Rückkehr des Sandmanns - Markus Ridder

„Die Rückkehr des Sandmanns“ von Markus Ridder ist ein etwas anderer Thriller.

 

In Frankfurt geht Sybille, Sybs, auf die Suche nach einer Person. Doch hat sie das Gefühl beobachtet zu werden. Sie hat aber Glück, denn sie trifft einen Menschen, der ihr helfen kann. ER kennt Laura, die Person von der Sybs träumt und die in Gefahr ist. Doch sie gerät selber immer tiefer rein.

 

Sybs ist adoptiert und hat gerade ihren Vater verloren. Jetzt brechen ihre Träume von den beiden Frauen wieder verstärkt durch. Sie träumt ihre Träume, spürt ihre Ängste und weiß, dass etwas nicht stimmt. Doch ihr Mann, Mario, glaubt ihr nicht.

 

Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Sei es Boris, Sybs Bruder, als der schwule Autor oder Sybs Chef, sie alle zeigen im Laufe der Geschichte verschiedene Facetten, die super zusammen passen.

 

Die Geschichte spielt größten Teils in München und Bayern. Der Täter sucht seine große Liebe, Mona. Sybs ist durch ihre Träume mit zwei anderen Frauen verbunden. Dies kennt man sonst nur aus Fantasy-Büchern. Doch Markus Ridder verbindet es mit den Thriller-Elementen und schafft so eine spannende und nervenaufreibende Atmosphäre. Er liefert auch im Laufe der Geschichte eine Erklärung für dieses Phänomen.

 

Dabei beschreibt der Autor die Geschehnisse, Schauplätze und Gefühle der Charaktere richtig gut, so dass der Leser sich alles gut vorstellen kann und mitfiebert.

Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel und gipfelt im Finale. Denn es werden im Laufe der Zeit immer mehr Details und Verknüpfungen aufgedeckt. Auch Sybs Handlungen sorgen für den Nervenkitzel.

 

Das Cover zeigt zwei Personen in einem diffusen, bläulichen Nebel. Nur die Hände erkennt man richtig gut, der Rest ist schemenhaft. Es passt so zu Sybs Träumen.

 

Aufmerksam auf dieses Buch bin ich durch diverse Diskussionen rund um die Werbe-Aktion von Markus Ridder geworden. Die Leseprobe hat mir schon richtig gut gefallen und da wollte ich einfach mehr.

Das Buch hat mich gebannt und gefesselt. Etwas schade war nur, dass ich mich mit Sybs nicht so gut identifizieren konnte.

 

Es gibt 4 ½ von 5 Wölfen.